Arbeiten in VR kann Mitarbeiter unproduktiv und sogar krank machen

Von kleinen, minderwertigen Monitoren bis hin zu beengten Arbeitsräumen gibt es viele Aspekte unserer physischen Arbeitsumgebung, über die wir uns beschweren.

Die virtuelle Realität steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber es lassen sich bereits virtuelle Arbeitsbereiche schaffen, die die Mitarbeiter ihren Bedürfnissen entsprechend anpassen können, indem sie z. B. mehrere virtuelle Bildschirme hinzufügen oder ihr Büro inmitten eines ruhigen Waldes oder auf dem Mars einrichten.

Leider lässt ein kürzlich veröffentlichtes Papier mit dem Titel Quantifying the Effects of Working in VR for One Week (pdf) die Vorstellung, dass Wissensarbeiter auf virtuelle Büros umsteigen, als unrealistisch erscheinen, zumindest in naher Zukunft.

In dem Papier beschreibt das 12-köpfige Forscherteam die Ergebnisse einer vergleichenden Studie mit 16 Teilnehmern. Jeder der Teilnehmer arbeitete eine ganze Woche (insgesamt 40 Stunden) in einer physischen und in einer virtuellen Umgebung.

Die physische Umgebung wurde so gestaltet, dass sie einer typischen Büroumgebung entsprach. Die Teilnehmer saßen vor einem Computer mit einem gebogenen 24-Zoll-Display und einer Logitech K830-Tastatur mit integriertem Touchpad. Diese physische Arbeitsumgebung wurde dann mit dem Oculus Quest 2 Headset und der gleichen Bluetooth-Tastatur nachgebildet.

Während der Studie wurde die Herzfrequenz der Teilnehmer überwacht, und sie wurden gebeten, mehrere Fragebögen auszufüllen, um verschiedene Aspekte des allgemeinen körperlichen und geistigen Wohlbefindens der Teilnehmer zu bewerten.

Wir stellten ein besorgniserregendes Maß an Simulatorkrankheit und unterdurchschnittliche Bewertungen der Benutzerfreundlichkeit fest, und zwei Teilnehmer brachen die VR-Nutzung aufgrund von Migräne, Übelkeit und Angstzuständen bereits am ersten Tag ab, schreiben die Forscher.

Das Team hinter der Studie weist darauf hin, dass die Teilnehmer nach und nach die negativen ersten Eindrücke und das anfängliche Unbehagen überwunden haben. Vielleicht ist es für jemanden mit begrenzter VR-Erfahrung einfach zu viel, plötzlich eine ganze Arbeitswoche in einem virtuellen Büro zu verbringen.

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