Neuer Bericht besagt, dass Kaugummikauen die VR-Bewegungskrankheit reduziert

Fühlst du dich unwohl, während du das Metaversum erkundest? Schnapp dir eine Stange deines Lieblingskaugummis und fang an zu kauen.

Der schlimmste Albtraum eines jeden VR-Nutzers. Sie haben gerade ein neues Spiel oder eine neue App installiert und stürzen sich begeistert hinein, nur um kurz darauf festzustellen, dass Ihnen von dem Erlebnis übel wird. Das ist ein häufiges Problem in der VR-Community, das das Erlebnis im Headset stark beeinträchtigen kann, wenn es nicht behoben wird.

Seit der Markteinführung der ersten verbraucherfreundlichen VR-Headsets im Jahr 2016 haben die Unternehmen daran gearbeitet, wirksame Lösungen für dieses Problem zu entwickeln, das einen Großteil der Community plagt. Das reicht von Hardware bis hin zu softwarebasierten Lösungen. Laut einer neuen Studie könnte die Antwort jedoch viel einfacher sein, als wir es uns vorgestellt haben.

Neuer Bericht besagt, dass Kaugummikauen die VR-Bewegungskrankheit reduziert

Letzte Woche wurde ein Forschungsartikel veröffentlicht, in dem ein Experiment beschrieben wurde, das die positiven Auswirkungen von Kaugummikauen auf Menschen mit visuell induzierter Reisekrankheit (VIMS) aufzeigen sollte. Im Rahmen der Studie wurden 77 Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt – eine Kontrollgruppe ohne Kaugummi, eine Versuchsgruppe, die Pfefferminzkaugummi kaute, und eine zweite Versuchsgruppe, die Ingwerkaugummi kaute – und in einen 15-minütigen VR-Hubschrauberflug getaucht.

Die Teilnehmer wurden gebeten, ihr körperliches Unwohlsein jede Minute anhand einer Fast Motion Sickness Scale (FMS) zu bewerten. Die Ergebnisse des Experiments zeigen, dass diejenigen, die den Pfefferminzkaugummi kauten, weniger VIMS hatten als die beiden anderen Gruppen. Diejenigen, die den Ingwerkaugummi kauten, berichteten ebenfalls über einen spürbaren Anstieg des Wohlbefindens, wenn auch nicht so stark wie die Pfefferminzkaugummis, was darauf hindeutet, dass sogar der Geschmack des Kaugummis einen Einfluss auf die VIMS-Werte eines Benutzers haben könnte.

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Wie genau wirkt Kaugummi gegen die VR-Bewegungskrankheit? Dem Bericht zufolge geht es vor allem darum, das menschliche Gehirn abzulenken. Die Forschungsgruppe beruft sich auf eine Studie aus dem Jahr 2015, in der gezeigt wurde, dass Kopfvibrationen die Reisekrankheit um 25 % und mentale Ablenkung um weitere 19 % reduzieren können, was insgesamt zu einer Verringerung der Reisekrankheit um 39 % führt.

Neuer Bericht besagt, dass Kaugummikauen die VR-Bewegungskrankheit reduziert

Andere Studien haben gezeigt, dass mechanische Stimulation der Mastoidregion (Weech et al. 2018), angenehme Gerüche (Keshavarz et al. 2015) und die Ablenkung durch angenehme musikalische Reize VIMS verbessern können (Keshavarz und Hecht 2014), schreibt die Forschergruppe in ihrem Bericht und fügt hinzu: Es ist wahrscheinlich, dass auch Kaugummikauen einen positiven Einfluss hat, da es durch die indirekte Stimulation des Mastoids durch das Kauen und gleichzeitig durch das angenehme Geschmackserlebnis einen positiven Effekt ausüben kann.

Natürlich könnten die Forscher letztendlich mehrere Möglichkeiten entwickeln, um die gleichen Effekte auch ohne Kaugummi zu erzielen. Die kürzlich angekündigte PlayStation VR2 wird beispielsweise über eine eingebaute Haptik im Headset verfügen. Vielleicht könnte dieselbe Technologie genutzt werden, um den Kopf des Benutzers mit subtilen Vibrationen zu versorgen, um VIMS zu bekämpfen.

Kaugummi kauen reduziert visuell induzierte Reisekrankheit wurde von Mara Kaufeld, Katharina De Coninck, Jennifer Schmidt und Heiko Hecht verfasst. Weitere Informationen finden Sie im vollständigen Forschungsartikel hier.

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